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Tägliche Herausforderungen und viel Abwechslung

Seit Mai 2013 arbeitet Monika Schmid in der stationären Pflegeeinrichtung St. Marien in Schloss Hochaltingen. Zunächst als Vertretung für die damals erkrankte Pflegedienstleitung angestellt, konnte sie schnell die speziellen Herausforderungen des weiträumigen Hauses mit einem relativ kleinen Mitarbeiterkreis annehmen. Bis heute führt sie ihr Pflegeteam mit ruhiger Hand und viel Verständnis für die Belange ihres Personals.

Kein allzu leichter Job, unterlag das Haus in den vergangenen vier Jahren doch vielen Veränderungen wie einer kompletten Renovierung und mehreren Führungswechseln. Frau Schmid war bei all dem Wandel im Haus stets eine Konstante für Mitarbeiter und Bewohner gleichermaßen. Dabei ist die stetige Veränderung für sie Herausforderung und Ansporn gleichermaßen. Sie selbst sagt darüber: „Man weiß nie was einen erwartet, jeden Tag müssen flexible Entscheidungen zugunsten der Bewohner und des Hauses getroffen werden.“ Sie sammelte auch Erfahrungen im ambulanten Bereich, dabei wurde sie jedoch nie glücklich, wie sie sagt.  Denn Frau Schmid legt sehr großen Wert auf die räumlich ungetrennte Arbeit in einem funktionierenden Team, die vor allem auf gegenseitiger Wertschätzung beruht.

Von der Krankenpflegehelferin zu Pflegedienstleitung

In einem Krankenhaus wurde sie in jungen Jahren als Krankenpflegehelferin ausgebildet. Dass sie ihrem Beruf mit solch großer Hingabe wie heute ausführen würde, konnte sie sich damals noch nicht vorstellen. Auch eine Führungsposition, sagt sie, war zu jener Zeit noch kein Thema. Der Ehrgeiz und die Wertschätzung ihrer Arbeit führten sie dennoch weiter: Berufsbegleitend wurde sie erst Altenpflegerin, später erwarb sie sich Führungskenntnisse als Stationsschwester und Pflegedienstleitung. All diese Qualifikationen erarbeitete sie sich neben einer Vollzeitbeschäftigung in der Pflege. Eine Leistung, auf die sie stolz zurückblickt, wie sie lächelnd zugibt.

Mit Herz und Hingabe

So sind es vermutlich auch ihr Wille und ihre Leistungsfähigkeit, welche sie Ihrem Team jeden Tag auch in der Pflegepraxis vorleben kann, und die sie als Führungsperson authentisch macht. Spricht man mit ihren Kollegen, kann man sich schnell ein Bild von Monika Schmid mit ihren pflegerischen Idealen und Visionen zeichnen. So meint ein langjähriger Kollege: „So eine Pflegedienstleitung wie Monika muss man erstmal finden. Sie macht eigentlich alles für das Haus mit Herz und Hingabe und ist immer für ihre Kollegen da.“ Mit ihrer Erfahrung kennt sie die täglichen Herausforderungen, beeinträchtigte Personen zu pflegen. Die Vereinbarkeit von hohen aktuellen fachlichen Anforderungen bei gleichzeitiger Beachtung emotionaler Bedürfnisse der Bewohner ist ihr dabei sichtlich ein Herzenswunsch.

Seit vergangenem Jahr arbeiten auch drei indische Ordensschwestern in ihrem Team. Dass ihr die positive Entwicklung der drei Schwestern persönlich wichtig ist, merkt man im Alltag sofort. Mit viel Geduld leitet sie die Schwestern an und versucht sie in ihrem Team trotz der großen kulturellen Unterschiede und der noch bestehenden Sprachbarriere zu integrieren: „Ich möchte, dass sie sich hier bei uns in Hochaltingen wohl fühlen und letztendlich auch ihren Platz als examinierte Fachkräfte finden.“

Neue Herausforderungen

Auch die palliative Versorgung Sterbender liegt ihr sehr am Herzen. Als weitere Herausforderung und auch für Entwicklungschancen aller Mitarbeiter könnte sie sich eine Hospizbegleitung als weiteres Standbein der Region im Schloss Hochaltingen vorstellen.

Frau Leptich, dieDirektorin von Schloss Hochaltingen, war bereits nach wenigen Wochen von der sehr guten Arbeit von Frau Schmid überzeugt. Das Pflegeteam ist derzeit sehr gut aufgestellt und das ist selbstverständlich auch ein großer Verdienst von Monika Schmid.

Text: Tobias Kunz